20081216

Wenn der Gang zum Friseur Routine wird

Jedoch nicht für den Kunden, sondern für den Friseur selbst, dann wird es gefährlich. So geschehen am heutigen Tag. Seit etlichen Jahren beim selben Friseur und bisher immer zufrieden - zumindest am Tag des Schnitts. Manch Fehlgriff im Nachhinein hat mal wohl selbst zu verantworten. Da kann auch dem besten Friseur nicht die Schuld in die Schuhe geschoben werden.

Aber was, wenn es als Routine gilt, immer und immer wieder zu kommen? Wenn man in wenigen Wochen/Monaten selbstverständlich wieder auf dem Friseurstuhl sitzt? Darf man dann muffelig sein? Unfreundlich zu seinen Mitarbeitern? Kurz angebunden? Die Schere mehr durchs Haar reisen als zu schneiden? Nicht auf Kundenwünsche eingehen? Dem Kunden ein schlechtes Gewissen einreden? Ihm dann nach der Bespiegelung den Umhang abmachen, sich umdrehen und wortlos hinter der Theke verschwinden? "Ciao!"? Fehlanzeige.

Den Laden mit gemischten Gefühlen verlassen, hätte ich am liebsten eine Mütze über den neuen Haarschnitt oder das, was davon übrig war, gezogen. Leider hatte ich keine dabei. Aber kann das Sinn eines Friseurbesuchs sein? Wohl kaum.

Der Gang ins heimische Bad, mit unzufriedener Stimmung in den Spiegel schauen und versuchen, irgendwas aus dem Chaos auf dem Kopf zu machen, ist dann unumgänglich. Aber momentan noch nicht machbar. Erst mal eine Pause von haarigen Angelegenheiten.

In diesem Sinne - wo finde ich (m)einen neuen Friseur?

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