20090122

Wenn einer eine Reise tut,...

... dann kann er was erzählen. In diesem Sprichwort steckt wohl einiges an Wahrheit. Dabei scheint es nicht von Bedeutung zu sein, wie groß die Reise ist und wie weit man dementsprechend rumkommt. So kann eine 6-minütige Reise von der Haustüre zum Bahnhof auch schon einiges an Material liefern, worüber man sich auslassen könnte. Angefangen beim unglaublich dummen und unsozialen Verhalten der Heranwachsenden bis hin zu den darüber kopfschüttelnden älteren Semestern der ca. 60+ Generation. Kaum verwunderlich, wenn unsereins schon die Augen rollt und sich fragt, ob man sich in früheren Tagen ebenso verhalten hat. Realistisch und ernsthaft zurückblickend, bin ich mir aber sicher, dass dies aufatmend verneint werden kann. 

Schließlich kann ich mich nicht daran zurückerinnern, wie ich die Aufmerksamkeit einer ganzen Menschenmasse durch primitives Geschrei auf mich gezogen habe, dabei Nonsense am laufenden Stück produziert zu haben, um dann den heranfahrenden Bus zu stürmen, alte Leute dabei missachte, um mich dann total cool wie ein Vollassi auf die hinterste Bank des Busses zu werfen. Dabei darf natürlich die Ghettomusik, abgespielt auf voller Lautstärke am Handy, nicht fehlen. Sonst würden sich schließlich auch nur halb so viele Leute umdrehen und schauen.

Und ich kann mit Bestimmtheit sagen, dass das sicherlich nicht daran lag, dass die Handys von damals noch nicht im Stande waren, die Tophits der Ghetto-Szene abzuspielen.

In diesem Sinne sollte das hierzu erstmal genügen.

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