20090731

Weder schwarz noch weiß.

Nach Langem hat mich wieder eine dieser unerfreulichen Nachrichten ereilt,die einen zwar einerseits aus der Bahn werfen,andererseits jedoch nur heftig zum schwanken bringen. Man schlingert von links nach rechts, verharrt einen Moment auf der Normallinie, um dann wieder zu schwanken. Die Gefühlswelt, in der man sich befindet, ist mal wieder weder schwarz noch weiß. Sie zeigt sich von verschiedensten Seiten in zahlreichen grauen Nuancen.

Erinnert man sich demnach an die schönen Momente, die man mit einem lieben Menschen verbringen durfte, zeigt sich das Gefühlchaos sicherlich von der dunklen Seite, da es diese Momente von nun an nur noch in der Erinnerung geben wird. Führt man sich die weniger erfreulichen Bilder und Momente der letzten Tage vor Augen, reguliert sich dieses Gefühl erneut und erleichtert das loslassen und Abschied nehmen.

Des Weiteren sollte man wohl auch nicht automatisch sich in den “Mittelpunkt” der Tatsachen stellen, sondern allen voran die Perspektive der Hauptperson einnehmen. In diesem Fall kann man wohl davon ausgehen, dass dies der gewollte Gang der Dinge war.

In diesem Sinne – TSCHÜSS OMA.

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For the non-german speakers:

Whether black nor white.

After a while, once again I received such an unpleasant message, which kicks you out of your way on the one hand, but keeps you just heavily tumbling on the other hand. You are balancing from right to left, remaining for a second in the middle and then fall back into tumbling. The world of emotions in that special moment, seems to be whether black nor white. It’s reflecting so many different nuances of grey.

If you remember the nice moments, you have spent with that lovely person, the differing emotions surely present themselves from the dark side, because you will never ever have the chance to repeat these special moments again. They passed away and just remain in your memories. But if you regard the very last moments with its unpretty pictures and situations, the feelings get balanced again and enables you to let go and say goodbye.

Another crucial thing should be not putting you in the middle of the story, but try to get the point of view of the main character. In this case, I am pretty sure, this was how it should have been.

In this context – GOODBYE GRANNY.

20090721

Schwörmontag.

Ein Gutes hat der Pflichtpraxisblock an der Hochschule doch: durch die Anwesenheit in der Donaustadt konnte man so - wenn auch verspätet - am Schwörmontag teilhaben. Nach diversen Partyenttäuschungen in und um Ulm, war der gestrige Abend einfach gigantisch partylastig toll.

Neben durchgängig toller Musik, konnte bei angemessenem Wetter mit einer Vielzahl an Unbekannten, aber erfreulicherweise auch mit einer Masse an bekannten lieben Leuten gefeiert werden und zudem noch der ein oder andere neue Kontakt geschlossen werden. Egal ob vor der Zill, auf dem Münsterplatz oder in den Gassen und Strassen in between, der Abend und die anschließende Nacht war ein voller Erfolg und jede verlorene Schlafminute durchaus wert.

In diesem Sinne freue ich mich auf hoffentlich noch viele weitere Schwörmontage in Ulm.

20090705

Sommerregen.

Der Münchner Sommer war bisher recht durchwachsen: gestern schön, heute heiß, morgen nass. Dass dieser Wechsel jedoch auch mehrmals täglich passieren kann, mussten zahlreiche Freunde des Englischen Gartens heute miterleben.

Bei supersommerlichen Morgentemperaturen um die 20-25°C durch die Irrungen und Wirrungen des Englischen Gartens gelaufen, kam ich schließlich und endlich am Platz meiner Wahl neben dem Schwabinger Bach zu liegen. Sonnengerecht auf dem Handtuch trapiert, wurde samt iPod genüßlich die Sonne genossen. Hin und wieder kamen Wolken, die diese hinter sich versteckten, aber auch wieder durchscheinen liesen. Von der Sonne gänzlich erhitzt, kam da die etwas längere Schattenphase ganz recht und man konnte bei guten Temperaturen den Schlaf nachholen, den man irgendwann irgendwie verpasst hast. Bis zu einem Punkt: der erste kleine Regentropfen.

Nach einem unfachmännischen Blick in den Himmel, fiel die Entscheidung dann nicht nur bei mir sehr schnell, die sieben Sachen zusammenzupacken und sich auf den Heimweg zu machen. Gesagt, getan. Zumindest soweit man kam. Ich habe es nicht mal mehr bis unter die nächsten Baumkronen geschafft, da hat es schon geschüttet. Den ersten starken Regenguss unter den Bäumen ausgeharrt, machte ich mich weiter auf den Heimweg, um dann nach nur 100m wieder unter einem Balkon zum stehen zu kommen. Neben mir standen Familien, Pärchen, Jogger, Jungs, Mädels, Rentner und Co. Alle hatten jedoch eins gemeinsam: wir waren nass. Der eine mehr, der andere weniger.

Vorbeiziehende Scharen hatten es dagegen nicht besser. Frauen in weißen Shirts wurden unfreiwillig Teilnehmer des wet T-Shirt-Contests "Munich 2009", Jungs und Männer liefen oftmals oben ohne oder auch nur in Bade-/ Unterhose gen Heimat. Kinder hatten ihren Spaß, Hunde zogen ihre Schwänze ein. Alles in allem waren aber alle in der selben Situation und irgendwie auch "happy".

In diesem diesem Sinne hat dieser Sommerregen - spätestens nach einer warmen Dusche - keine negativen Einflüsse auf die allgemeine (oder zumindest meine) Stimmung.

Quelle: www.sinnmaker.de

20090704

Tänzelnde Bewegung.

Leider war die gestrige Party, zu ich noch recht spät aufgeschlagen bin, nicht unbedingt gut besucht. Die dünne Besucherdichte jedoch hat es mir ermöglicht, die verschiedenen Tanzstile zu der durchaus gut tönenden elektronischen Musik der jungen Dame aus Berlin etwas genauer anzuschauen.

Neben einigen, die ihre Körper durchaus rhythmisch passend durch die Takte der Musik bewegten, gab es auch immer mal wieder den ein oder anderen, der auf der Suche nach dem Takt der Musik völlig verloren war und leider auch keine Chance mehr hatte, auf den richtigen Weg zu kommen.

So wurden Füße mehr oder weniger gekonnt auf den Betonboden getreten, Arme gewinkelt, gewackelt oder wild in die Luft gestreckt. Hüften gekreist, mit Popos gewackelt, Brüste geshaked oder wilde Pirouetten gedreht. Gerne tanzenderweise auch mal an sich oder dem Gegenüber über die verschiedensten Körperteile betatscht, wurde der durchdringende Beat des Basses in den Hintergrund gestellt.

In diesem Sinne bleibt am Ende nur die Frage, welchem Tanzstil man sich selbst unterordnen sollte. Aber glücklicherweise sieht man sich selbst dabei nicht und wird sich diese Frage wohl nie beantworten können.

20090702

Das nächste Kapitel.

Irgendwie wurde es doch sehr ruhig hier, wohingegen es an anderer Stelle recht heiß her ging in den letzten Tagen und Wochen. Stets on Tour und on the road, hier mal zu Besuch und da mal Gäste gehostet, vergingen die Wochen in München gefüttert mit interessanter Arbeit rasend schnell, sodass nun schon das nächste Kapitel angegangen werden muss bzw. gerne angegangen wird.

Das nächste Kapitel, das "Madrid allá voy!" oder ähnlich heißen könnte, beschreibt nun mein kommendes Semester, welches ich im allseits toll angepriesenen Madrid verbringen werde. Nachdem nun sowohl die Genehmigungen eingegangen, die Bewerbung für ein weiteres Stipendium rausgegangen, der Flug gebucht wurde und hier und da bereits versucht wird, networking zu betreiben, rückt dieses Kapitel immer näher. Fragen bzgl. Versicherung, Bankangelegenheiten, logistische und soziale Herausforderungen, das Auffrischen der eh schon kaum verfügbaren Sprachkenntnisse, Kurswahl, Wohnungssuche etc. bestimmen demnach die kommenden Wochen. Aber ich denke, mit dem Ziel vor Augen und meinem personal assistant und seinen Helferlein hier und da, ist dies nur halb so wild.

In diesem Sinne freue ich mich, wenn es am 04.09. "Adios Alemania, hola España!" heißt.

Quelle: flickr.com