20090826

Abschied nehmen.

Und wieder heißt es Abschied nehmen. Zwar ist die Angelegenheit dieses Mal um einiges erfreulicher, jedoch stimmt mich auch dieser Abschied von Zeit zu Zeit traurig. Nach sechs wunderbaren Monaten in München heißt es nun "Tschüss" zu sagen. Tschüss zu einer schönen Stadt, die im Sommer soviele schöne Ecken und Plätze bietet, sodass man gar nicht dazu kommt, alle zu sehen. Eine Stadt, die für jeden Geschmack etwas bereit hält. Eine Stadt, die eigentlich auch nur ein Dorf ist. Dafür jedoch ein schönes. In diesem städtischen Dorf haben sich im Laufe des halben Jahres zu den eh schon vorhandenen Freunden eine Menge neuer lieber Leute gesellt, die mir den Abschied zusätzlich erschweren.

So wurden und werden die letzten Abende dazu genutzt, "Auf Wiedersehen!" zu sagen - sei es in den kommenden Monaten in Madrid oder danach zu Besuch. Je nachdem, wohin es mich verschlagen wird.

In diesem Sinne werde ich die mir verbleibenden 3 Tage noch genießen, soweit mir das möglich ist.

20090805

Der letzte Gang.

Heute war es soweit: Der letzte Gang einer taffen, zufriedenen und v.a. bescheidenen Frau. Die Gefühlsschwankungen der letzten Tage waren heute jedoch nicht mehr so enorm. Es ging zu großen Teilen in die weniger erfreuliche Richtung. So wurde viel in Erinnerungen geschwelgt und viele Tränen vergossen.

Aber auch heute, trotz aller Trauer wieder etwas sehr erfreuliches: die zahlreiche Anteilnahme auf schriftlichem und persönlichem Weg hat mich nie so berührt wie heute. In Kombination mit lieben und bewundernden Worten bei der Beerdigung war die Trauerfeier somit ein ehrwürdiger, letzter Gang für einen ruhigen und sehr geschätzten Menschen-meine Oma.

In diesem Sinne sagt ein Bild mehr als 1.000 Worte.

20090804

Es ist seltsam.

Und das wird es wohl auch bleiben. Ein unterschwelliges Gefühl, welches nie im Vordergrund, aber dennoch immer präsent ist. Deinen Tagesablauf unmittelbar begleitet und bestimmt. In manchen Momenten stellt es sich hinten an, um sich gleich kurz darauf wieder vorzudrängeln.

Diese Unausgewogenheit gepaart mit Unsicherheit hier und da, bereitet mir gerade seltsame Stunden. Nicht, dass diese nicht lebens- und erfahrenswert wären, aber wirklich angenehm sind sie nicht. Demnach sehe ich der morgigen offiziellen Verabschiedung entgegen und bin gespannt, wie sich die Zeremonie auf das Gemüt auswirken wird.

In diesem Sinne heute einfach mal noch das meistgespielteste Lied meiner Playlist der vergangenen Tage.